Funktion/Beschreibung
Bei einem Streichsystem wird die Beschichtungspaste mit einem Rakelmesser auf den Träger oder das Substrat aufgestrichen. Je nach Gegenpol zum Messer unterscheidet man in Walzenrakel oder Luftrakel.Der Rakelhalter ist an einer modernen Beschichtungsanlage mit mehreren Streichmessern ausgestattet und nach dem sogenannten Revolverprinzip drehbar. Damit kann ein rascher Messerwechsel vor allem zwischen Walzen- und Luftrakel erfolgen. Alle Auftragssysteme sind mit entweder manuell oder motorisch verstellbaren Seitenbegrenzungsspachteln versehen.
Diese Seitenbegrenzer werden teilweise zu einem geschlossenen Pastenbecken mit einer Vorderplatte ergänzt. Dies ist vor allem bei niedrig viskosen Beschichtungspasten notwendig. Abhängig von der Dicke des aufzutragenden Striches, von der Art der Rakeleinrichtung und von der Pastenviskosität werden Rakelmesser von unterschiedlichem Profil eingesetzt.
Die Dicke der Beschichtung wird beim Walzenrakel definiert durch:
- Abstand zwischen Rakel und Substrat
- Art des zu beschichtenden Substrats
- Art und Form der Rakel
- Winkelstellung des Rakels
- Position des Rakels
- Viskosität der Paste
- Bahngeschwindigkeit
Bei Luftrakel ist vor allem die Warenbahnspannung einflußnehmend auf die Beschichtungsdicke.
Beschichtungsgewichtsvariation
- Walzenrakel 10 bis 1250 g/m²
- Luftrakel 5 -6 bis 60 g/m²
Viskositätsbereich [mPas]
- Paste(1000) 100 - 50 000
- Schaum 10 000 - 25 000
- Luftrakel 5 - 10 000
Anwendungsbeispiele
- Schutzbekleidung
- LKW-Planen
- Fußbodenbelag
- Dachmembranen
- Kunstleder
- Airbag
- Antirutschmatten




